„BÜNDNIS DEUTSCHLAND“Enttäuschte Anhänger der Union gründen Partei


Das Reichstagsgebäude in Berlin Bild: DPA

Einstige Mitglieder und Funktionsträger aus CSU und CDU wollen die Partei „Bündnis Deutschland“ gründen und der Union Konkurrenz machen. Die Gründungsversammlung findet am Wochenende statt.

Im bürgerlich-konservativen politischen Spektrum steht eine Parteigründung bevor. Am Wochenende will die Partei „Bündnis Deutschland“ in Fulda zu ihrer Gründungsversammlung zusammentreten. Der designierte Bundesvorstand der Partei wird am nächsten Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin darüber berichten.

Zu den Gründern von „Bündnis Deutschland“ zählen unter anderem ehemalige Mitglieder und Funktionsträger von CDU und CSU und von den Freien Wählern. Einige sind seit geraumer Zeit auch in konservativen politischen Vereinen aktiv gewesen, in denen sich enttäuschte Unionsanhänger zusammengefunden haben; zu diesen Organisationen zählen Initiativen wie die Christdemokratisch-Liberale Plattform oder der Bürgerlich-Freiheitliche Aufbruch.

Dem Vernehmen nach soll zur Parteigründung ein Kreis von rund 50 Personen erwartet werden. Die Gründer haben ihre Unternehmung seit rund neun Monaten vorbereitet und verfügen neben Entwürfen für Parteisatzung und politischen Kernaussagen offenkundig auch über materielle Förderzusagen von Sympathisanten. Sie sehen sich gut genug gerüstet, um bei der nächsten Landtagswahl mit eigenen Kandidaten aufzutreten, die im Mai nächsten Jahres in Bremen stattfinden wird.

In den vergangenen Jahren sind neue Parteien im politischen Spektrum rechts der Mitte vor allem durch Abspaltungen von der AfD entstanden, die selber 2013 entstanden war. Zwei Jahre später lösten sich einige der AfD-Gründer wieder von dieser Protestpartei und riefen die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ ins Leben, wiederum zwei Jahre später entstand aus einer weiteren Spaltung der AfD die „Blaue Partei“. Erst kürzlich wechselte ein einstiger AfD-Bundessprecher überdies zur Kleinpartei „Zentrum“.

Quelle: F.A.Z.

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